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Evangelische Kapelle Himmighausen – Bahnhof

Die Geschichte der Evangelischen Kapelle – Himmighausen-Bahnhof

Neben den beiden ursprünglichen evangelischen Gemeindeteilen Marienmünster und Nieheim bildete sich im Westen der Gemeinde, um den Bahnhof  Himmighausen herum, ein weiterer Gemeindebezirk. Infolge Zuzugs von Eisenbahnern und durch die zunehmende Holzindustrie, für die die Bahnverbindung wichtig war, siedelten dort auch evangelische Gemeindemitglieder.

Von 1916 an wurde periodisch und bald alle 14 Tage  Gottesdienst gehalten. Er fand teils im Bahnhof Himmighausen, teils in den Häusern in Himmighausen und Sandebeck, teils in einem am Bahnhof gelegenen Kinderheim des Landkreises Düsseldorf- Mettmann statt.

„Die Kapelle auf dem Berg“ in Himmighausen

Vom Landkreis Düsseldorf-Mettmann erwarb die Kirchengemeinde im Dezember 1932 die leer stehende Knabenturnhalle mit 11 Ar Land. Der obere verandaartige Raum sollte zu einer Kapelle umgestaltet werden. Da aber das Gebäude wegen seines kellerartigen Untergeschosses  und seines leicht gebauten Obergeschosses ganz unbrauchbar erschien und ein Umbau zu kostspielig war, ging das Presbyterium auf einen Grundstückstausch ein. Die Gemeinde erhielt ein Grundstück von gleicher Größe, das auf halber Höhe des dem Bahnhof gegenüberliegenden Berges lag. Dazu gehörte noch ein Landstreifen für einen Zufahrtsweg von der Bahnhofstraße her.

Der Tauschpartner (Anton und Josef Tilly) musste für das ihm zufallende Gebäude einen gehärteten Zufahrtsweg, eine Brücke über den Fischbach und einen Serpentinenweg bis zum Kapellenplatz bauen.
Außerdem musste er  die Ausschachtung sowie das gesamte Bruchsteinfundament für die Kapelle herstellen. Auf diesem Bruchsteinsockel wurde dann durch die Gemeinde der nach Blockhausart gestaltete Oberbau der Kapelle errichtet. Das gesamte Holz wurde gestiftet, und zwar zur Hälfte von Freiherr von der Borch, und zur anderen Hälfte zusammen von Freiherr von Oeynhausen-Grevenburg und Graf Oeynhausen-Reelsen. Freiherr von der Borch setzte sich für die Überwachung und Durchführung des Himmighauser Kapellenbaus ein. Die Zimmerarbeiten übernahmen die Gebrüder Ulrich, Holzhausen.

So wurde am 24. August 1933  durch Generalsuperintendant D. Weirich, Münster, mit Predigt von Pfarrer Dönne über den Psalm 132, 7 ein schlichtes, aber würdiges kleines Gotteshaus, im Baustoff der Landschaft angepasst, eingeweiht.

Anfang 1947 bekam die Gemeinde von Seiten des Evangelischen Hilfswerks je eine Flüchtlingsfürsorgerin
(Die Schwestern Erna und Elfriede Klauenberg) für die Außenbezirke Marienmünster und Himmighausen. Am 12. Februar 1947 wies die Kirchenleitung den Rektor und Prediger Friedrich Biehling für den Bezirk Himmighausen ein.

Die Kapelle in Himmighausen erhielt neue Kirchenfenster, vier neue Kirchenbänke, die Orgel wurde instandgesetzt und der Altar versetzt.
Ab August 1951 wurde die Kapelle in Himmighausen  renoviert.
Sie wurde um einen 5,90 m langen Anbau nach Westen erweitert. Altar und Kanzel entstanden neu.
Eine Schutzmauer gegen Erdrutsch wurde gebaut.
7 Bänke und 50 Stühle wurden angeschafft und für den oberen Vereinsraum 5 Klapptische gekauft.
Das alte plane Gewölbe  wurde in ein Tonnengewölbe umgearbeitet, das Gewölbe mit Handmalerei versehen und lasiert.

Die Einweihung konnte am 16.Dezember 1951 von Landeskirchenrat Dr. Rahe unter Beteiligung zahlreicher Gemeindemitglieder vorgenommen werden.

In der Kapelle in Himmighausen wurden 1958 Schwammschäden beseitigt und gleichzeitig umfangreiche Um- und Aufbauarbeiten geleistet. Am 2.November 1958 um15 Uhr hielt daher Prediger Biehling einen Festgottesdienst anlässlich der Wiederherstellung der Kapelle. Es spielte der Detmolder Posaunenchor. 1959 wurde die Orgel in Himmighausen durch die Firma Stegerhoff, Steinheim, gebaut. 1968: Himmighausen erhält als letzte Predigtstätte eine elektrische Läuteanlage.

In Himmighausen wurden im Juli  1970 durch die Bautischlerei Franz Ulrich, Holzhausen, die vierseitigen Schallöcher im Glockenturm erstellt sowie ein Schaukasten gebaut. Das Baugeschäft Heitfeld, Nieheim, errichtete eine Trennwand für einen Unterrichtsraum in der Kapelle. Die Kirchenbänke konnten laut Beschluss des Presbyteriums vom 9.Oktober 1972 gepolstert werden.

In Himmighausen-Bahnhof liegt das Küsteramt seit Jahrzehnten in den Händen von Familie Zänger.
Nach Frau Hoinkis übernahm Mitte der 50er Jahre ihre  Schwester Anna Zänger zusammen mit ihrem Mann den Küsterdienst. Am 1. September 1986 trat ihr Sohn, Gerhard Zänger, die Nachfolge als Küster an, und kümmert sich bis heute mit Herzblut um die Kapelle.

 

Hier finden Sie Informationen über den Förderverein Kapelle am Berg Himmighausen e.V.

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